2026-04 Staatl. geprüfte Nervensäge

Toni und Charlie Folge des Monats April 2026

Diese Folge hält sich noch streng an meine ursprüngliche Plot-Idee für die Serie: Toni und Charlie hatten anfangs den Auftrag, ihren Papa in jeder Episode zur Weißglut zu bringen.

Eine Besonderheit dieser Folge ist, dass Charlie einen Auftritt ohne ihre große Schwester hat. Die Episode zeigt Papa im Homeoffice und die Tochter, die daherkommt und ihm eine Frage nach der anderen stellt.

Wer Kinder hat, kennt die Situation: Kinder können sich weit mehr Fragen ausdenken, als Eltern beantworten können. Also ließ ich Charlie immer noch eine weitere Frage stellen. Wer sich Qualitätsmanagement beschäftigt, darf sich gerne an die 5-W-Methode (5x nach dem Warum fragen) erinnert fühlen.

Charlies ganze Fragerei dient am Ende nur dazu, den Gag bzw Charlies Visitenkarte zu platzieren, worauf sie sich als staatlich geprüfte Nervensäge zu erkennen gibt. Im letzten Panel schaut der Vater, der sein Glück gar nicht fassen kann, ziemlich resigniert.

Warum? Weil Kindern immer wieder etwas einfällt, womit man als Erwachsener einfach nicht rechnet.

Die Folge Nervensäge der Comicserie Toni und Charlie: Die kleine Schwester Charlie kommt zu Papa ins Arbeitszimmer, um ihn etwas zu fragen. Kaum hat Papa ihre erste Frage beantwortet, kommt schon die nächste Frage von der Tochter. So geht es weiter, bis der Papa am Ende der Folge völlig entnervt ist.

Wie groß sind meine Originalzeichnungen?

Ab Folge 16 kamen Toni und Charlie als Einseiter daher, davor hatte ich die Serie als Halbseiter angelegt. Für den Einseiter orientierte ich mich an der Zielgröße A4, damit die Zeitung von mir immer eine gleich große Folge geliefert bekam.

Im Original habe ich die Serie auf A2 gezeichnet, wobei ich für besseren Handhabbarkeit jeweils zwei A3 Seiten hernahm. Oder anders formuliert: jeweils zwei Bildzeilen sind in echt eine A3 Seite gewesen.

Damals verfügte ich nur über einen A4 Scanner, und so konnte ich immer nur die eine Hälfte der Seite scannen. Beide Hälften der A3 Seite habe ich am PC dann wieder mühsam zusammenstückeln dürfen. In Zeile 1 und 2 war das noch ganze einfach, weil jede Bildhälfte nur je ein Bild pro Zeile enthielt.

Tuschezeichnungen der Folge Nervensäge. Sie zeigen, wie ich die Originalzeichnungen zusammen gestückelt habe. Jeweils zwei Bildzeilen sind in echt eine A3 Seite gewesen. Damals hatte ich nur einen A4 Scanner, und so konnte ich immer nur die eine Hälfte der Seite scannen. Diese Hälfte habe ich dann am PC wieder mühsam zusammensetzen müssen.

In der unteren Hälfte der Folge war das dann schon etwas mehr Arbeit, da hier das rechte Bild in Zeile mehr Platz benötigt. Zum besseren Erkennen habe ich eine Hälfte rot und die andere Hälfte in blau dargestellt.

Und obwohl ich jeder Bildseite jeweils mit gleichen Einstellungen gescannt hatte, kam es beim Zusammenfügen doch häufig zu unsauberen Übergängen, welche ich im Detail retuschieren musste.

Seit ein paar Jahren nenne ich einen A3 Scanner mein Eigen und ich darf wohl sagen, dass er eine große Arbeitserleichterung für mich darstellte.